English
SAZU - Slovenska akademija znanosti in umetnosti
Domov
Kontakt
Povezave
Arhiv objav
Arhiv dogodkov
Pišite nam
O SAZU
Člani SAZU
Abecedni seznam članov
Umrli člani
Znanstveni delavci SAZU
Zgodovina SAZU
Zakon o SAZU
INFO javnega značaja
Publikacije SAZU
Biblioteka SAZU
Uprava SAZU
Mednarodno sodelovanje
Iskalnik

po publikacijah
Poštni seznam
Naročite se na zadnje novice in objave SAZU

Lauer, Reinhard

Lauer, Reinhard

Reinhard Lauer wurde geboren am 15. März 1935 in Bad Frankenhausen (Thüringen). Er besuchte das Gymnasium in Jena und Bad Hersfeld.
1954-1960 studierte er Slavische Philologie, Germanistik und Osteuropäischen Geschichte an den Universitäten Marburg/Lahn, FU Berlin, Belgrad/Jugoslawien und Frankfurt am Main. Im Februar 1960 promovierte er mit einer Arbeit über “Heine in Serbien” zum Dr. phil. an der Frankfurter Universität. Für seine Dissertation wurde er 1960 mit dem Valjavec-Preis und einem Preis der Philosophischen Fakultät ausgezeichnet. 1960-1962 war er Lektor für deutsche Sprache an der Universität Zagreb und von 1962-1969 Wissenschaftlicher Assistent am Slavischen Seminar der Universität Frankfurt. Im Sommersemester 1969 vertrat er den Slavistischen Lehrstuhl an der Universität Mannheim. Im
Mai 1969 erfolgte die Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Frankfurter Universität mit der Arbeit “Gedichtform zwischen Schema und Verfall”.
Zum Wintersemester 1969/70 wurde er zum ordentlichen Professor für Slavische Philologie der Georg-August-Universität Göttingen berufen und zum Direktor des Seminars für Slavische Philologie ernannt. Trotz ehrenvoller Rufe an andere Universitäten, darunter Wien, ist er seiner Alma Mater treugeblieben
Seit 1973 leitete er die Zweigstelle Göttingen der Südosteuropa-Gesellschaft
und war seit 1987 Gründer und Vorsitzender Vorsitzender der Kommission für Interdisziplinäre Südosteuropa-Forschung der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Im März 1980 wurde er in die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt. Es folgten korrespondierende bzw. auswärtige Mitgliedschaften in der Serbischen (1987), Kroatischen (1989), der Österreichischen (1995) und der Slowenischen Akademike (2003). 2006 wurde ihm auf dem 5. kroatischen Slavistenkongress die Vatroslav-Jagić-Medaille für ausländische Slavisten verliehen.
Seit April 2003 ist er emeritiert und lebt in Bovenden, vor den Toren Göttingens.
Seine Abeitsschwerpunkte liegen auf der kroatischen, bulgarischen und serbischen, vor allem aber der russischen Literatur; ihn beschäftigen Fragen der Gattungspoetik, der Metrik, der Motiv- und Themenforschung sowie die deutsch-slavische literarische Wechselseitigkeit. Auch die literaturwissenschaftliche Balkanistik und die Geschichte der Slavistik gehören zu seinen Interessengebieten.

Wichtigere Publikationen
Heine in Serbien, Meisenheim am Glan 1961; Serbokroatische Heine-Übersetzungen, Wiesbaden 1963; Gedichtform zwischen Schema und Verfall. Sonett, Rondeau, Madrigal, Ballade, Stanze und Triolett in der russischen Literatur des 18. Jahrhunderts, München 1975; Il’ja renburg und die russische Tauwetter-Literatur, Göttingen 1975; Miroslav Krleža und der deutsche Expressionismus, Göttingen 1984; Poetika i ideologija, Belgrad 1987; Miroslav Krleža i njemački ekspresionizam, Sarajevo 1990; Serben und Kroaten in Gegenwart und Geschichte, Hannover 1993; Die russische Seele, Göttingen 1997; Geschichte der russischen Literatur von 1700 bis zur Gegenwart, München 2000 (22009); Studije i rasprave, Zagreb 2002; Puškins Vermächtnis. Abschiedsvorlesung, Göttingen 2003; Kleine Geschichte der russischen Literatur, München 2005; Aleksandr Puškin. Eine Biographie, München 2006; Okviri hrvatske književnosti, Zagreb 2006; Wieviele Blumen. Epochen, Regionen, Traditionen der kroatischen Literatur, Klagenfurt 2008; Povijest ruske književnosti, Zagreb 2009; Wer ist Miroslav K.? Leben und Werk des kroatischen Klassikers Miroslav Krleža, Klagenfurt 2010.

Herausgebertätigkeit
Europäischer Realismus, Wiesbaden 1980; Sprachen und Literaturen Jugoslaviens, Wiesbaden 1985; Miroslav Krleža: Essays über Literatur ind Kunst, Frankfurt/Main 1987; Sprache, Literatur, Folklore bei Vuk Stefanović Karadžić, Wiesbaden 1988; (mit P. Schreiner) Kulturelle Traditionen in Bulgarien, Göttingen 1989; Künstlerische Dialektik und Identitätssuche. Literaturwissenschaftliche Studien zu Miroslav Krleža, Wiesbaden 1990; Die Moderne in den Literaturen Südosteuropas, München 1991; (mit Georg Majer) Höfische Kultur in Südosteuropa, Göttingen 1994; (mit W. Lehfeldt) Das jugoslawische Desaster. Historische, sprachliche und ideologische Hintergründe, Wiesbaden 1995; Serbokroatische Autoren in deutscher Übersetzung, Wiesbaden 1995; Slavica Gottingensia, Wiesbaden 1995; (mit P. Schreiner) Die Kultur Griechenlands in Mittelalter und Neuzeit, Göttingen 1996; (mit A. Kiossev und Th. M. Martin) Die bulgarische Literatur in alter und neuer Sicht, Wiesbaden 1997; Deutsche und slovakische Literatur, Wiesbaden 1999; Die slavischen Literaturen – heute, Wiesbaden 2000; Philologie in Göttingen, Göttingen 2001; (mit L. Źyliński) Göttinger Tage der polnischen Literatur (Wechselseitigkeit – Theorie – Interpretationen), Göttingen 2004; Kroatien: Kultur - Sprache - Literatur, Göttingen 2005; (mit F. Bernik) Die Grundlagen der slowenischen Kultur, Göttingen 2010.

Serien und Zeitschriften:
Opera Slavica, Wiesbaden 1980ff.; Der Blaue Turm, Göttingen 1991ff.;
Mitherausgeberschaft: Umjetnost riječi (Zagreb), Revija (Osijek), Zeitschrift für Balkanologie (Wiesbaden).

(August 2010)



« Nazaj na spisek članov
© 2007-09 SAZU, vse pravice pridržane, powered by VPO