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Rumpler, Helmut
Helmut Rumpler, em. Univ. Prof. Dr. et Mag. phil.
Geb. 12. 09. 1935 Wien, verheiratet 1973 mit Maria Novák; drei Kinder, vier Enkel.
1955 Reifeprüfung an Lehrerbildungsanstalt der Brüder der christlichen Schulen Wien/Strebersdorf. Studium an der Universität Wien mit Abschluss Lehramt Germanistik/Geschichte 1961 (Hausarbeit Otto Höfler: Der Tod des Theoderich in den mittelalterlichen Geschichtsquellen; Heinrich Fichtenau: Forschungsstand zum Dictatus Papae Gregors VII.).
Berufslaufbahn:
1961 Sekretär der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Arvivstudien in Sarajevo zur Südslawischen Frage 1918, wissenschaftliche Betreuung durch Ferdo Hauptmann und Hamdija Kapidžić. 1963 Dr. phil. 1963-1972 Universitätsassistent Historisches Institut der Universität Wien (Hugo Hantsch, Friedrich Engel-Jánosi, Heinrich Lutz); 1968 Forschungsstipendium am Vatikanisches Archiv (Nuntiaturberichte Falcinelli).1868/69 Alexander von Humboldt-Stipendiat (Walter Bussmann, Georg Stadtmüller, Universitäts- und Archivstudien München, Berlin, Dresden, Darmstadt). 1973 Habilitation Neuere Geschichte
(Die deutsche Politik des Freiherrn Friedrich Ferdinand von Beust 1848-1850. Zur Problematik mittelstaatlicher Reformpolitik im Zeitalter der Paulskirche, Wien/Köln/Graz 1972). 1970-1992 Redaktion „Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1918“.
1975 o. Univ. Prof. für Neuere und Österreichische Geschichte Universität Klagenfurt. 1985-1991 Gastvorlesungen an der Diplomatischen Akademie Wien. 1989 internationales Symposion über Kärntens Volkabstimmung 1920 an der Universität Klagenfurt. 1993 Gastlektor an der Universität Ljubljana/Filosofska fakulteta. Seit 1996 Obmann der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der ÖAW, unter der Mitarbeit von Peter Urbanitsch Hauptherausgeber der Reihe „Die Habsburgermonarchie 1848-1918“ (Bände VII/Parlamentarismus, VIII/Politische Öffentlichkeit, IX/Soziale Strukturen 2000-2010)
2003 Professor emeritus.
1993 Auswärtiges Korrespondierendes Mitglied der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Mitglied in wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Institutionen:
Kommission für Neuere Geschichte Österreichs (seit 1991 Obmannstellvertreter); Wissenschaftlicher Beirat des Karl-von-Vogelsang-Institutes für die Geschichte der christlichen Demokratie Wien; Wissenschaftlicher beim Beirat Forschungsinstitut für historisch-politische Studien der Dr. Wilfried-Haslauer-Bibliothek Salzburg; Historische Kommission ÖAW; 1990 korrespondierendes, 1995 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; 1999-2001 Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Österreichischen Forschungsgemeinschaft.
Wissenschaftliche Auszeichnungen:
1973 Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Geisteswissenschaften; 1990 Österreichischer Staatspreis für Gesellschaftswissenschaften (Karl von Vogelsang-Preis); 2000 Goldene Ehrenmedaille der Landeshauptstadt Klagenfurt für wissenschaftliche Verdienste; 2006 Kardinal-Innitzer-Anerkennungspreis für Geisteswissenschaften; 2010 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
Selbständige Veröffentlichungen:
Max Hussarek. Nationalitäten und Nationalitätenpolitik in Österreich im Sommer des Jahres 1918 (1965, Diss.); Das Völkermanifest Kaiser Karls vom 16. Oktober 1918 (1966); Österreichischer Ministerrat und Ministerratsprotokolle 1848-1867 (1970); Die deutsche Politik des Freiherrn Friedrich Ferdinand von Beust 1848-1850. Zur Problematik mittelstaatlicher Reformpolitik im Zeitalter der Paulskirche (1972, Habil.); Eine Chance für Mitteleuropa. Bürgerliche Emanzipation und Staatsverfall in der Habsburgermonarchie 1804-1914 (1997). Gemeinsam mit Martin Seger: Die Gesellschaft der Habsburgermonarchie im Kartenbild. Verwaltungs-, Sozial- und Infrastrukturen. Nach dem Zensus von 1910 (2010)
Aufsätze (Auswahl):
Österreich vom „Staat wider Willen“ zur österreichischen Nation 1919-1955 (1983); Die Kärntner Sparkasse als Wirtschaftsfaktor des Landes Kärnten im 19. Jahrhundert (1985); Katholische Kirche und Nationalitätenfrage in Kärnten 1848-1920 (1987); Die rechtlich-organisatorischen und sozialen Rahmenbedingungen für die Außenpolitik der Habsburgermonarchie 1848-1918 (1989); Bismarcks Erfolgspolitik und das deutsch-österreichische Problem (1993); Der Wandel in der Sozialstruktur der Bürgerschaft Klagenfurts im Zuge der Gegenreformation (1994); Friedrich von Gentz und die Idee des Rechts in der internationalen Politik (1991); Parlament und Regierung in Cisleithanien (2000); Der Kampf um die politische Gestaltung des Alpen-Adriaraumes (2001); Economia e potere politico. Il ruole di Trieste nella politica di sviluppo economico di Vienna (2003); Die Türkei und Europa im Werk und Denken von Anton Prokesch von Osten (2003); Carl von Rokitansky als Exponent des österreichischen Liberalismus (2005); Kaiser Karl, die Friedenspolitik und das deutsch-österreichische Bündnis (2007). Francesco Giuseppe Carlo di Asburgo-Lorena-Toscana, „imperatore“ romano-tedesco e austriaco (2008); Die Deformierung der Nationalidee zur Nationalstaatsgeschichte. Geschichtsschreibung und Nationalismus im 19. Jahrhundert (2009); Geschichte der böhmischen Länder im langen 19. Jahrhundert. Forschungsfragen aus österreichischer Sicht (2009). Die Reise Kaiser Franz Josephs nach Dalmatien 1875 im Kontext der Richtungsentscheidungen der österreichischen Innen- und Außenpolitik (2010); Der Ständestaat ohne Stände. Johannes Messner als „Programmator“ der berufsständischen Idee in der Verfassung des Jahres 1934 (2010).
Arbeitsgebiete:
Geschichte der Habsburgermonarchie (Verfassung und Verwaltung, Historiographie und Quellenkunde); historische Kartographie; Beziehungen Österreich-Deutschland 19./20. Jahrhundert; Geschichte Kärntens, Sloweniens und des Alpen-Adria-Raumes (Triest); österreichische Zeitgeschichte.
Aktuelles Projekt, gefördert durch FWF und ÖAW: Der Franziszeische Grundsteuerkataster (1817-1864)
(December 2010)
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